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Ein junger Mann zeigt sein verblasstes Oberarm-Tattoo, das per Laser-Tattooentfernung behandelt wurde, um ein Cover-up vorzubereiten.

Wenn das alte Tattoo nicht mehr passt

18. Juni 2026

Tattooentfernung und Cover-up-Vorbereitung mit modernen Lasersystemen

Tattoos erzählen Geschichten. Von manchen hat man auch Jahre später noch nicht genug, andere fühlen sich irgendwann an wie ein alter Songtext im Tagebuch: damals absolut passend, heute nicht mehr ganz so überzeugend. Moderne Lasertechnologie hilft, hier aufzuräumen. Doch manche Motive müssen gar nicht komplett verschwinden, sondern nur ein bisschen Platz machen für Neues – ein sogenanntes Cover-up.

Wie es ist, sich für eine Tattooentfernung mit dem Laser zu entscheiden, zeigen Alexis Desirée Bortone und Andreas Janeczko in diesem Beitrag. Beide haben sich bis zum Frühjahr 2026 bei S-thetic Derma in Köln lasern lassen. Alexis Desirée möchte ihr Tattoo ganz loswerden, Andreas bereitet mit der Laserbehandlung ein Cover-up vor. Folgen Sie den beiden auf ihrem Weg, sich dank dem Laser wieder mehr im Einklang mit sich selbst zu fühlen.

Auf der Haut der Deutschen werden die Tattoos immer mehr

Die Beliebtheit von Tattoos hat in den letzten Jahren nicht abgenommen. Zwar ändern sich die Stile und Moden. Was früher das Tribal am Oberarm war, das sogenannte Arschgeweih über dem Steiß oder der chinesische Schriftzug im Nacken, sind heute großflächig schattierte Motive, Fineline-Tattoos, Blackwork oder realistische Porträts. Je nach Umfrage sind zwischen 21 und 35 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland tätowiert.1 Wie viele davon ihr Tattoo wieder loswerden oder verändern lassen möchten, lässt sich nicht exakt sagen. Branchen-Expertinnen und -Experten gehen aber davon aus, dass es dabei um mindestens sechsstellige Zahlen geht.

Vorher-nachher-Ergebnis einer Laser-Tattooentfernung auf dem Arm einer jungen Frau mit Reibeisenhaut, die auf dem Bild ebenfalls in zu sehen ist.

Warum ein Motiv manchmal doch gehen muss

Es gibt Fälle, da ist ein Tattoo nur noch ein Nervfaktor. Bei der 31-jährigen Alexis Desirée Bortone, einer jungen Mutter aus Köln, ging es gar nicht mal darum, dass ihr florales Oberarm-Motiv ihr plötzlich nicht mehr gefiel. Alexis Desirée hat ein medizinisches Problem, nämlich Reibeisenhaut. Die medizinisch Keratosis pilaris genannte Erkrankung kommt besonders häufig an Oberarmen und Oberschenkeln vor und äußert sich in kleinen rötlichen oder hellen Pünktchen.2 Bei Alexis juckte die tätowierte Stelle ständig und für sie war klar: Das Tattoo muss weg. Sie checkte verschiedene Tattooentfernungs-Zentren aus und entschied sich am Ende für S-thetic Derma in Köln. Nicht wegen der lautesten Versprechen, sondern wegen des besten Gefühls. Alexis Desirée betont: „Ich bin letztendlich hier geblieben, weil auch Ärzte im Haus sind. Wenn was wäre, wüsste ich, ein Arzt kann auf meine Haut gucken.“

Tattoos sind hartnäckig und sollen es auch sein

Warum bleibt ein Tattoo dauerhaft in der Haut? Eigentlich erneuert diese doch ständig ihren Zellbestand. Bei der Epidermis, der Oberhaut, dauert ein Erneuerungszyklus 4 bis 5 Wochen. Die Farbpigmente einer Tätowierung werden aber in die Lederhaut, die Dermis, eingebracht. In dieser mittleren Hautschicht erstreckt sich der Regenerationsprozess über Monate bis Jahre. Zum Glück für alle, die das Dauerhafte schätzen, verschwinden Tattoo-Motive trotzdem nicht einfach so.

  • Professionell eingebrachte Tattoo-Farben sitzen tief genug und sind sozusagen clever „geparkt“.
  • Die Farbpigmente werden in der Dermis von Immun- und Bindegewebszellen aufgenommen und in das kollagenreiche Gewebe eingelagert.
  • Der größte Teil der Pigmente bleibt in der Haut fest eingekapselt und dadurch praktisch lebenslang sichtbar.
  • Wenn sie etwas ausrichten wollen, müssen Laser für die Tattooentfernung genau an diesen Verkapselungen ansetzen.3

Tattooentfernungs-Laser senden kurze Lichtimpulse in die Hautschichten, wo die Tattoofarben eingelagert sind. Die Lichtenergie wird von den Farbpigmenten aufgenommen und in Hitze umgewandelt. Der Wärmeschub zerlegt die verkapselten Farben. Die zerplatzten Fragmente sind so winzig, dass das körpereigene Immunsystem sie nach und nach über natürliche Abbauvorgänge abtransportieren kann.4

Moderner Pikosekundenlaser zur Tattooentfernung neben einer Behandlungsliege in einem Behandlungszentrum für professionelle Tattooentfernung.

Moderne Pikosekundenlaser leisten bei der Tattooentfernung mehr

Bei S-thetic Derma kommen besondere Lasersysteme zum Einsatz, die mehr können als frühere Geräte-Generationen: die Pikosekundenlaser. Ein solcher stellte auch beim Oberarm-Tattoo von Alexis Desirée sein Potenzial unter Beweis.

  • Pikosekundenlaser sind vor allem für ihre unfassbar kurzen Lichtimpulse bekannt. Eine Pikosekunde ist der billionste Teil einer Sekunde.
  • Je kürzer und präziser die Impulse, desto mehr steht der mechanische Effekt im Vordergrund und weniger die Hitzeentwicklung.
  • Die Abfolge ultrakurzer Energieschübe, wie Pikosekundenlaser sie produzieren, ist bei der Tattooentfernung ein immenser Vorteil: Die Farbpigmente werden regelrecht zersplittert, ohne dass besonders viel Hitze mobilisiert werden muss. Das schont das umliegende Gewebe. Die Behandlung wird verträglicher und effektiver zugleich.

Bei einer kompletten Tattooentfernung werden die Farben so allmählich heller. Am Ende ist idealerweise gar nichts mehr zu sehen. Das kann allerdings ein bisschen dauern.5

Beim Lasern ist Geduld eine Tugend

Von heute auf morgen verabschiedet sich kein Tattoo. Alexis Desirée hat bis Ende Mai 2026 sieben Sitzungen mit dem Pikosekundenlaser hinter sich gebracht und ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Dabei war der Fortschritt anfangs überhaupt nicht spektakulär, wie sie sich erinnert: „Erst hat man nur so ein bisschen gesehen, dass die Linien etwas blasser werden. Da dachte ich: Hm, wird das was? Jetzt wird es immer besser und besser. Dass ich nach sieben Sitzungen schon so einen Unterschied habe, hätte ich mir nicht erträumt.“

Anti-Tattoo-Laser kommen dem Resultat immer schrittweise näher:

  • Bei jeder neuen Behandlung zerkleinert der Laser noch in der Haut verbliebene Farbpigmente. Der Körper braucht Zeit, um die Teilchen abzubauen.
  • Dazu dienen die unverzichtbaren Heilphasen zwischen den Laser-Sessions. Die Behandlungszone beruhigt sich wieder, Rötungen oder Schwellungen klingen ab. Mit guter Pflege kann die behandelte Person das unterstützen.
  • Nach einigen Wochen zeigt sich, wie sehr die Tattoofarben wieder heller geworden sind.

5 bis 10 Sitzungen sind je nach Art des Tattoos im Durchschnitt nötig, bis das Endergebnis da ist.6

Ein junger Mann präsentiert ein Video, das seine Tattooentfernung über mehrere Behandlungssitzungen begleitet.

Cover-ups sind kreative Neustarts auf der Haut

Nicht alle wollen wie Alexis Desirée ein Tattoo komplett entfernen lassen. Viele möchten es nur aufhellen, korrigieren oder so vorbereiten lassen, dass ein neues Motiv darüber entstehen kann. Genau darum geht es dem 25-jährigen Andreas Janeczko aus Leverkusen. Das fragliche Tattoo des Studenten der Volkswirtschaftslehre ist erst zwei bis drei Jahre alt, also kein Relikt aus einer wilden Jugendphase. Trotzdem war für ihn recht schnell klar, dass es so nicht bleiben soll. Andreas erklärt: „Ich war sehr unzufrieden mit der Qualität. Bevor ich mir das Tattoo mein Leben lang ansehen muss und unzufrieden wirke, lasse ich es lieber entfernen und kann es dann covern lassen.“

Bei der Vorbereitung für Cover-ups braucht es normalerweise weniger Sitzungen als bei einer Komplettentfernung. Das Cover-up ist im Grunde die freundliche Antwort auf die Frage: Muss das wirklich alles weg? Nicht immer, lautet die beruhigende Antwort.

Worauf Tattoo-Artists besonderen Wert legen

Kommt ein frisches Motiv über das vorhandene, muss dieses nur so weit aufgehellt werden, dass der Tattoo-Artist die neue Idee sinnvoll umsetzen kann. Das ist ein bisschen wie beim Renovieren der Wohnung: Scheint die alte Wandfarbe noch feuerrot durch, wird es schwierig mit dem zarten Beige. Für Tätowiererinnen und Tätowierer ist ein Cover-up auf jeden Fall eine Herausforderung. Wichtig ist, dass das neue Motiv clever mit dem alten korrespondiert. Genau hier hilft die Aufhellung per Laser: Sie nimmt dem alten Tattoo die Dominanz.

  • Ein gutes Cover-up kaschiert nicht wahllos, sondern nutzt bestehende Formen, Kontraste und Tiefen gezielt.
  • Linienführung und Schattierungen spielen eine ebenso große Rolle wie die Position auf dem Körper.
  • Manchmal reicht es, besonders dunkle Linien abzuschwächen, in anderen Fällen müssen harte Schatten weicher werden. Aus einer störenden Fläche wird vielleicht ein Hintergrundelement.
  • Für ein Cover-up ist der leistungsstarke Pikosekundenlaser mindestens genauso nützlich wie bei einer Komplettentfernung.

Vorher-nachher-Bilder von Brust und Schulter eines Mannes, der zur Vorbereitung eines Cover-ups sein Tattoo mit dem Laser aufhellen ließ.

Bei der Cover-up-Vorbereitung braucht es Köpfchen

Bei der Planung eines Cover-ups wird nicht einfach von links nach rechts „durchgelasert“. Das war auch bei Andreas so: „Ich habe mir Gedanken gemacht, was ich machen will, um die Lücken zu füllen, mich informiert und letztendlich S-thetic angeschrieben.“ Anschließend hat er zusammen mit der Behandlerin sein Cover-up geplant. So läuft es bei S-thetic Derma immer. Das Team schaut sich gemeinsam mit der Kundin oder dem Kunden an, welche Stellen später stören könnten. Es geht um Fragen wie:

  • Wo sind die markantesten, dunkelsten Linien, wo liegen harte Konturen?
  • Welche Schattierungen nehmen dem neuen Motiv Platz?
  • Welche Bereiche können bleiben, weil der Tattoo-Artist sie später ohnehin überarbeitet?

Dann wird selektiv aufgehellt. Besonders dominante Motiv-Anteile verlieren Schritt für Schritt an Intensität. Wie üblich muss der Abbau der weggelaserten Strukturen vor jeder Sitzung beurteilt und entschieden werden, wie weiter vorzugehen ist.

Genügend Regeneration ist auch für das neue Tattoo wichtig. Ein Cover-up soll schließlich nicht auf gestresster, gereizter Haut entstehen.

Stück für Stück näher am nächsten Kunstwerk

Andreas, der Patient von S-thetic Derma in Köln, hat diesen Prozess über drei Sessions intensiv erlebt: „Nach der ersten Sitzung hat man direkt gesehen, dass viele von den Schattierungen schon verschwunden sind. Die Stellen, die etwas tiefer gestochen sind, sind ein bisschen hartnäckiger. Allerdings habe ich das Tattoo nach jeder Sitzung gut gepflegt und man hat man von Mal zu Mal gemerkt, dass es immer mehr abbaut. Deswegen freue ich mich auf die nächsten Sitzungen und darauf, dass das Tattoo bald weg ist.“

Andreas’ Beispiel zeigt: Nicht jede tätowierte Stelle reagiert gleich schnell. Flächige Schattierungen können sich früher aufhellen, während tief gestochene, dunkle Linien oft hartnäckiger sind. Gute Pflege, Sonnenschutz und Geduld gehören deshalb genauso zur Cover-up-Vorbereitung wie die Laserbehandlung selbst.

Ein Tattoo-Artist beugt sich mit dem Tätowiergerät in der Hand über eine Frau, der er gerade ein neues Motiv in die Haut des Arms sticht.

Eine gute Collab ist das Optimale

Am besten funktioniert ein Cover-up, wenn alle Beteiligten miteinander sprechen: die behandelte Person, Tattoo-Artist und Zentrum für Tattooentfernung. Oft hat die Tätowiererin oder der Tätowierer schon ein Konzept für das neue Motiv. Dann kann sie oder er der medizinischen Fachkraft mitteilen, was bleiben soll, was abgesoftet werden muss und was ganz zu verschwinden hat. Für die Laserbehandlung ist das Gold wert.

Zentren mit viel Erfahrung wie S-thetic Derma kennen solche Abläufe aus der Praxis. Die Tattooexpertinnen und -experten fragen bei Cover-ups routinemäßig danach, was später aus dem Tattoo werden soll, und sind nicht wie manch andere Branchenvertreter stur aufs Weglasern fixiert.

Tattooentfernung bleibt kluge Dermatologie

Besonders wertvoll ist die Kombination aus Tattoo-Know-how und dermatologischer Expertise. Denn bei aller Vorfreude auf das neue Motiv bleibt die Haut der Hauptdarsteller. Das gibt vor allem bei empfindlicher Haut, Hautreizungen oder Unsicherheiten ein gutes Gefühl. In Deutschland ist die Tattooentfernung mit Laser seit Ende 2020 rechtlich besonders geregelt und steht unter dem Vorbehalt der ärztlichen Aufsicht. Schließlich soll aus einem alten Tattoo nicht nur ein neues Motiv werden, sondern eine Lösung, mit der man sich langfristig wohlfühlt und gesund bleibt.7

Das Bild zeigt den Freezing-Moment eines Lasers für Tattooentfernung, der auf dem tätowierten Arm eines Mannes gerade einige harte Linien aufhellt.

Ihr persönlicher Schritt zur Motiv-Entfernung oder zum Cover-up

Ob komplette Tattooentfernung oder gezielte Aufhellung für ein Cover-up: Der erste Schritt ist eine ehrliche Beratung. Was ist möglich? Wie viele Sitzungen sind realistisch? Welche Bereiche sollen aufgehellt werden? Und wann ist der richtige Zeitpunkt, mit dem Tattoo-Artist weiterzuplanen?

Wer ein ungeliebtes Tattoo nicht länger als Dauerkompromiss mit sich herumtragen möchte, kann bei S-thetic Derma unkompliziert einen Beratungstermin vereinbaren. Unser medizinisch ausgebildetes Fachpersonal weiß, was für die Haut, für das alte Motiv und für die neue Idee am besten passt. Die Tattooexpertinnen und -experten bei S-thetic Derma beraten Sie jederzeit gern in Ihrem nächstgelegenen Behandlungszentrum.

 

Quellen:

1Deutscher Bundestag, Drucksache 20/841
https://dserver.bundestag.de/btd/20/008/2000841.pdf
Ärzte Zeitung: Jeder Fünfte in Deutschland ist tätowiert
https://www.aerztezeitung.de/Panorama/Jeder-Fuenfte-in-Deutschland-ist-taetowiert-401661.html
2Mayo Clinic: Keratosis pilaris – Symptoms and causes
https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/keratosis-pilaris/symptoms-causes/syc-20351149
3Nature: Why that tattoo is yours for life
https://www.nature.com/articles/d41586-018-02788-3
Journal of Experimental Medicine: Unveiling skin macrophage dynamics explains both tattoo persistence and strenuous removal
https://rupress.org/jem/article/215/4/1115/42419/Unveiling-skin-macrophage-dynamics-explains-both
4American Academy of Dermatology: Tattoo removal: Lasers outshine other methods
https://www.aad.org/public/diseases/cosmetic-treatments/tattoo-removal
5Lasers in Medical Science/Springer: Comparative appraisal with meta-analysis of picosecond versus nanosecond lasers
https://link.springer.com/article/10.1007/s10103-025-04721-3
Journal of the American Academy of Dermatology: Laser tattoo removal strategies: Part II
https://www.jaad.org/article/S0190-9622%2824%2900970-8/abstract
6American Academy of Dermatology: Tattoo removal: Lasers outshine other methods
https://www.aad.org/public/diseases/cosmetic-treatments/tattoo-removal
Bundesamt für Strahlenschutz: Entfernung von Tattoos
https://www.bfs.de/DE/themen/opt/anwendung-medizin-wellness/tattoo/tattoo-entfernung.html
7Bundesamt für Strahlenschutz: Wer darf Tätowierungen mit Lasern entfernen?
https://www.bfs.de/SharedDocs/FAQs/BfS/DE/opt/nisv/taetowierungen-laser-entfernen.html
Bundesumweltministerium: Welche Anwendungen mit Lasereinrichtungen oder intensiven Lichtquellen dürfen nur noch von Ärztinnen oder Ärzten durchgeführt werden?
https://www.bundesumweltministerium.de/faq/welche-anwendungen-mit-lasereinrichtungen-oder-intensiven-lichtquellen-duerfen-kuenftig-nur-noch-von-aerztinnen-oder-aerzten-durchgefuehrt-werden