HIFU, MIFU und die neuesten Verfahren für das „Facelift ohne OP“
Doublo Gold, New Doublo, Ultherapy, HIFU, MIFU – wenn es um hautstraffende Ultraschallbehandlungen geht, schwirrt so einiges an Begriffen herum. Bei S-thetic, in der ästhetischen Medizin Marktführer in Deutschland und einer der größten Anbieter in Europa, sind zahlreiche Ärztinnen und Ärzte auf solche Verfahren spezialisiert. Das trifft nicht zuletzt auf Dr. med. Afschin Fatemi zu, den ärztlichen Leiter von S-thetic und Mitentwickler einschlägiger Technologien. Lesen Sie hier alles über Besonderheiten und neueste Entwicklungen bei den bahnbrechenden Verfahren.
Ultraschall kann unterschiedlich viel Energie mobilisieren
Ultraschall ist nicht gleich Ultraschall. Verfahren der ästhetischen Medizin mobilisieren damit viel mehr Energie als beispielsweise rein bildgebende Diagnosegräte, wie man sie von der Hausärztin, dem Orthopäden oder anderen Fachärztinnen und -ärzten kennt. Entsprechend bedeutet HIFU so viel wie „hochintensiver fokussierter Ultraschall“, MIFU steht für „maximalintensiver fokussierter Ultraschall“. Bei der ästhetischen Anwendung mit HIFU oder MIFU setzen die Schallwellen winzige Hitzepunkte in genau definierten Tiefen.
- Entscheidend ist die Fokussierung: Nur dort, wo die Ultraschallimpulse sich überlappen, entstehen sogenannte Mikrothermokoagulations-Punkte, 60 bis 65 Grad heiße Hitze-Spots.
- Moderne Systeme können Hautschichten verschiedener Tiefe ansteuern. Sie erreichen sogar das circa 4,5 Millimeter tief gelegene SMAS (engl. superficial muscular aponeurotic system). Bis zu diesem Verbindungskomplex zwischen Hautgewebe und Muskulatur, der sonst nur chirurgisch zugänglich ist, dringen die weit verbreiteten CO2-Laser zum Beispiel nicht vor.1
- Die Hitze-Effekte regen die körpereigene Regeneration an. Das angestrebte Ergebnis sind festere Konturen und ein subtiler Lifting-Effekt ganz ohne OP.
Die Oberhaut durchdringt der Ultraschall praktischerweise, ohne Schaden zu verursachen. Außer vorübergehenden Rötungen gibt es normalerweise keine Nebenwirkungen. Deshalb gelten HIFU- und MIFU-Verfahren als ausgesprochen schonend und alltagstauglich, Ausfallzeiten verursachen sie kaum.

MIFU treibt Kollagen aus den Fibroblasten
Doch wie bewirkt der fokussierte Ultraschall genau den Lifting-Effekt? Dr. med. Afschin Fatemi erläutert in einem aufschlussreichen Erklärvideo, was HIFU und MIFU mit dem Bindegewebe machen: „Die MIFU-Energie aktiviert in der Tiefe die Fibroblasten. Fibroblasten sind die Zellen, die in der Jugend ständig neues Kollagen nachproduzieren und zum Alter hin immer fauler werden. Diese werden durch die Behandlung jetzt wieder wach und produzieren neues Kollagen. Das strafft die Haut etwas zeitverzögert, aber zumindest nachhaltig.“
Die Fibroblasten, spezielle Bindegewebszellen, sind für die Haut tatsächlich eine regelrechte „Kollagen-Werkbank“:
- Die Hitzereize des fokussierten Ultraschalls denaturieren vorhandenes Kollagen und lösen eine Art Wundheilungsreaktion aus.
- Die Fibroblasten werden dadurch aktiviert und produzieren vermehrt Kollagen. Das Stützgewebe der unteren Hautschichten wird so ganz neu organisiert.
Wissenschaftliche Studien bestätigen das. Entsprechende Bilder zeigen in den HIFU- und MIFU-Zieltiefen charakteristische Koagulationszonen, die aus zusammengezogenen, beschädigten Kollagenelementen bestehen. Das ist ein regelrechter Fingerabdruck der im Gewebe nachweisbaren Umbauprozesse. Die Neokollagenese, die Neumodellierung der Kollagenstränge, braucht nur etwas Zeit. Im Verlauf mehrerer Wochen bis Monate wird die Haut allmählich fester und elastischer.2
HIFU für die Haut gibt es seit der Jahrtausendwende
Pionier des fokussierten Ultraschalls ist das Ultherapy-Verfahren. Es wurde 2004 vom gleichnamigen Unternehmen in den USA entwickelt und später von Merz Aesthetics vertrieben. Dr. Fatemi von S-thetic war seinerzeit der Erste in Europa, dem in seiner Düsseldorfer Clinic ein Gerät zur Verfügung stand. In der Folge trug der Dermatochirurg entscheidend zur Verbesserung des Systems bei.
Als HIFU-System konnte Ultherapy für die Straffung von Gesicht, Hals und Dekolleté eingesetzt werden. Die integrierte Bildgebung zeigte die individuelle Anatomie in Echtzeit. Das war hilfreich für präzise Energieabgabe und Sicherheit.3 Ultherapy steht damit sinnbildlich für die erste Generation der „sehenden“ Ultraschall-Systeme. Neuere HIFU- und MIFU-Geräte bauen darauf mit schnelleren Schussraten, kombinierten Technologien oder erweiterten Kartuschen auf. (Mehr dazu in unserem Beitrag „Schallwellen für schönere Haut“.)

So unterscheiden sich HIFU und MIFU
Von Ultherapy redet heute kaum noch jemand. In aller Munde sind neuere HIFU-Systeme (HIFU = High-Intensity Focused Ultrasound) und die noch potentere Variante MIFU (Maximum Intensity Focussed Ultrasound). Die Abkürzungen stehen für dieselbe Technologieklasse: Ultraschallsysteme mit intensiver Bündelung für präzise Wärmeherde, die den Fokus auf tiefere Strukturen und Lifting-Effekte setzen. HIFU gilt als Oberbegriff, MIFU ist die feinkörnige, schichtgenaue und stärkere Neuentwicklung, oft mit besonders homogener Punktmatrix. Der Begriff betont die mikrofokussierte, punktuelle Abgabe in klar definierten Schichten von 1,5, 3 oder 4,5 Millimeter Tiefe. MFU-Systeme mit Bildgebung („MFU-V“) erlauben zusätzlich, Gewebe in Echtzeit zu sehen.4
Wer mit fokussiertem Ultraschall früh loslegt, hilft seinem Kollagengerüst
Mikrofokussierter Ultraschall eignet sich für alle, die leichte bis stärkere Hauterschlaffungen im Gesicht, am Hals und am Dekolleté ausgleichen möchten. Das beginnt bei jüngeren Personen ab ungefähr 30 mit ersten Konturverlusten oder allmählichem Absinken der Brauen, einem auffälligen Alterungszeichen. Dr. Fatemi gibt einen guten Anhaltspunkt: „Wenn man merkt, dass die Gesichtskonturen so ein bisschen verstreichen, also die Hautelastizität nachlässt und die Haut nicht mehr ganz so fest ist, wie sie mal war, dann könnte eine MIFU-Behandlung sinnvoll sein.“
Weil die Hautoberfläche unversehrt bleibt, passt die Methode auch in volle Terminkalender. Typische Alltagstätigkeiten sind direkt wieder möglich. Ideal ist Ultraschall für Menschen, die Prävention schätzen: Wer früh beginnt, unterstützt seine Kollagenarchitektur, bevor es zu ausgeprägten Gewebesenkungen kommt. Welche Tiefe und Energie sinnvoll ist, zeigt die ärztliche Untersuchung. Die Behandlerin oder der Behandler leitet daraus ab, ob oberflächlichere (1,5 bis 3 Millimeter) oder tiefere Schichten (bis ungefähr 4,5 Millimeter) adressiert werden.5

Das macht Doublo Gold so besonders
S-thetic setzt in seinen Behandlungszentren seit einigen Jahren das MIFU-System Doublo Gold des koreanischen Herstellers Hironic ein. Seine leistungsstarke Technologie glänzt durch durchdachten Workflow und Geschwindigkeit:
- Eine dichte, gut planbare Koagulationspunkt-Matrix in mehreren Tiefen spricht sowohl oberflächliche als auch tiefere Stützschichten an. So lassen sich die Behandlungsziele zuverlässig erreichen.
- Impulslinien werden unmittelbar in beide Richtungen gesetzt. Das macht eine Rückfahr-Pause für das Handstück überflüssig.
- Die Behandlungszeit wird spürbar verkürzt und der Komfort für Patientinnen und Patienten gesteigert. Typische Gesichtsbehandlungen gehen so in 30 bis 45 Minuten über die Bühne.6
Doublo Gold ermöglicht eine sichtbare Straffung und Konturdefinition, ohne die Hautoberfläche zu verletzen. Das zeigen die zahlreichen erfolgreichen Behandlungen, die die Ärztinnen und Ärzte von S-thetic damit durchgeführt haben.
New Doublo 2.0 setzt noch eins drauf
Seit kurzem ist eine weiterentwickelte Gerätevariante von Doublo Gold verfügbar, das New Doublo 2.0. Es ist auch an einigen Standorten von S-thetic verfügbar. New Doublo 2.0 kombiniert eine verbesserte Anwendung von mikrofokussiertem Ultraschall (MIFU) mit Radiofrequenz (RF) zu einem sogenannten Synergy-Dotting-Konzept:
- Die vom Impulsgeber ausgesandte Radiofrequenz, bestehend aus energiereichen elektromagnetischen Wellen, erwärmt oberflächliche Hautschichten.
- Das MIFU-System setzt gleichzeitig wie gewohnt tiefere Fokuspunkte per Ultraschall.
- Dank der zusätzlichen Radiofrequenz-Energie ergibt sich ein ausgeprägterer, mehrschichtiger Wärmeeffekt. Er ermöglicht eine stärkere Aktivierung der Kollagen- und Elastinproduktion als MIFU allein.
- In der Praxis bedeutet das: Die Behandlung mit New Doublo 2.0 kann straffere, elastischere Haut schneller und mit intensiverem Effekt erreichen.
Die Energie von New Doublo 2.0 lässt sich wie bisher auf separierte Einzelpunkte fokussieren, die auf einer Linie liegen. Alternativ kann die Koagulation aber auch, das ist neu, auf einer durchgehenden Linie erfolgen. So lassen sich noch intensivere Behandlungen realisieren.7

Eine individuelle Beratung ist unbedingt sinnvoll
Moderne HIFU- und MIFU-System bieten Ihnen die Möglichkeit eines tiefgehenden „Lifting ohne OP“, das zu Ihren Veränderungswünschen, Ihrer Haut und Ihrem Zeitplan passt. Nach gründlicher ärztlicher Untersuchung lassen sich Zieltiefen, Energiedichte und Linienführung für Sie individuell anpassen. Bei Bedarf bekommen Zonen wie Wangen, Brauenregion, Kinnlinie oder Hals besondere Priorität.
Falls Sie sich für eine MIFU-Behandlung mit Doublo Gold oder New Doublo 2.0 interessieren: Vereinbaren Sie einfach Ihren persönlichen Beratungstermin in Ihrem nächstgelegenen Behandlungszentrum von S-thetic.
Quellen:
1 https://flexikon.doccheck.com/de/Superfizielles_muskuloaponeurotisches_System
2 https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1111/jocd.16638
3 https://amwc.merz.com/epaper/epaper-Ultherapy_Brochure_digital/
4 https://europepmc.org/article/PMC/PMC11743342
5 https://www.medicalbiocare.de/en/devices/doublo-gold-hifu-lifting-device/
6 https://hironic-eu.com/Doublo-Gold
7 https://www.medicalbiocare.de/geraete/new-doublo-2-0/