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Jungbrunnen für ein strahlendes Antlitz?

22. April 2021

Was Wasser und schöne Haut miteinander zu tun haben

Ob das Nass von innen kommt oder von außen: Wer Zeitschriften durchblättert oder einschlägige Webseiten besucht, muss Wasser für einen wahren Segen halten. Viel trinken soll die Haut ebenso jung halten wie die „reduzierte“ Reinigung mit nichts als klarem Leitungswasser. Doch welchen Einfluss hat das feuchte Element wirklich auf den Hautzustand? Bei S-thetic hören wir solche Fragen immer wieder. Hier erfahren Sie, was die Haut wirklich schön hält.

Stützgerüst und Flüssigkeitspolster

Unsere Haut ist schützende Hülle und persönliche Visitenkarte zugleich. Sie muss jeden Tag mit vielfachen Belastungen fertig werden. UV-Strahlung, Schadstoffe, Luftverschmutzung und Genussmittel wie Alkohol und Nikotin setzen ihr zu, außerdem die natürliche Alterung. Der Alterungsprozess betrifft besonders die Lederhaut, die Hautschicht unterhalb der Epidermis. Unzählige Kollagen- und Elastinfasern durchziehen ihr Gewebe und halten es stabil und straff. Doch mit den Jahren verkleben sie, werden weniger und bilden sich kaum neu. Mehr und mehr schwindet auch die wasserbindende Hyaluronsäure, die Babyhaut typischerweise so prall hält. Die ausgedünnte, feuchtigkeitsärmere Haut wird anfällig für Falten und andere Alterungszeichen.
Kann man hier mit Wasser gegensteuern?

Stützgerüst und Flüssigkeitspolster | S-thetic

Scheinbar paradox: Wasser kann austrocknen!

Die Haut mit purem Leitungswasser zu benetzen, sei das reinste Lebenselixier – davon sind manche Menschen fest überzeugt. Nicht umsonst verbraucht jede Person in Deutschland jährlich im Durchschnitt 44 Liter für die Körperpflege. Allerdings kann Wasser auch dazu beitragen, den Hautzustand zu verschlechtern. Dr. med. Afschin Fatemi, erfahrener Facharzt für Dermatologie sowie Gründer und ärztlicher Leiter von S-thetic, erläutert: „Zu häufiges Waschen und Duschen macht empfindliche Haut trocken und anfällig. Schützende Lipide, also Fettstoffe, und andere Bestandteile der Hautflora werden so reduziert. Die Medizin nennt das Exsikkation. Die Haut wird verletzlich für Bakterien und schädliche Umwelteinflüsse. Sie wird rau, spannt und juckt.“

Scheinbar paradox: Wasser kann austrocknen! | S-thetic

Zu heißes Wasser oder auch „scharfe“ Seifen oder Reinigungssubstanzen können das Ganze noch schlimmer machen. Doch selbst normales, lauwarmes Wasser ohne alles kann Probleme bringen.

Hart und weich

Ganz besonders steht „hartes“ Leitungswasser in dem Ruf, Hautirritationen hervorzurufen. Eine hohe Wasserhärte bedeutet, dass das Nass aus dem Hahn stark kalkhaltig ist. Kalk, wissenschaftlich Calciumcarbonat, ist eine Verbindung aus Magnesium und Kalzium. Das sind Allerweltsmineralien, die praktisch überall in Deutschland im Trinkwasser vorkommen – mal häufiger, mal seltener. Selbst in Städten und Gemeinden derselben Region sind die Wasserhärten oft sehr unterschiedlich. Abhängig ist das vom Ursprung des zugeleiteten Wassers. Wer in Gegenden mit hartem Wasser wohnt, kennt die Schlieren im Tee, weißliche Rückstände in Blumenvasen und verkalkte Badezimmer-Armaturen.

Wasser: Hart und weich | S-thetic

Häufiges Waschen mit hartem Wasser flutet die Hautbarriere regelrecht mit Mineralsalzen. Das entzieht ihr zusätzlich Feuchtigkeit und macht sie spröde, wie englische Wissenschaftler in einer Studie zeigen konnten. Wie genau es zu der Austrocknung kommt, ist unklar: vielleicht indem der pH-Wert der Epidermis verändert wird, Gradmesser für den Säurespiegel. Dermatologe Dr. Fatemi stellt fest: „Der sogenannte Säureschutzmantel der Haut bildet eine wichtige Barriere gegen Fremdeinwirkung. Verliert er seine schützende Funktion, kann die Haut austrocknen, jucken und sogar unangenehme Ekzeme bilden.“

Die gute Seite der Mineralien

Zu der Gewohnheit, Gesicht, Hände und Körper mit Wasser zu reinigen, gibt es natürlich keine Alternative. Man kann aber überlegen, was man darüber hinaus macht. Der erste Schritt ist, herauszufinden, wie hart das Leitungswasser in der eigenen Wohngegend ist. Das geht direkt bei Ihrem Versorgungsunternehmen. Vielerorts lassen sich die einschlägigen Maßzahlen online abfragen. Bei höherem Härtegrad ist Vorsicht geboten.

 

Die gute Seite der Mineralien | S-thetic

Manche Hausbesitzer filtern dann sogar das gesamte zugeführte Leitungswasser. Das ist nicht unbedingt ratsam. Als Nahrungsbestandteile sind die Mineralstoffe, die zur Kalkbildung führen, nämlich durchaus wertvoll. Dasselbe gilt für ebenfalls im Wasser enthaltene Spurenelemente. Kalzium zum Beispiel ist wichtig für die Zähne, Magnesium für die Muskulatur, beides für die Knochen. Nach einer Filterung würden sie in der zubereiteten Nahrung, im Trinkwasser und im eigenen Mineralienhaushalt fehlen. Wer sich an Kalk-Schlieren stört, kann das Kaffee- oder Teewasser separat filtern. Das geht schon mit preisgünstigen Tischgeräten für zu Hause.

Alternde Haut hat andere Bedürfnisse

Dr. Fatemi von S-thetic rät: „Seine Hautpflege kann man ganz gut auf hartes Wasser abstimmen, ohne gleich alle Mineralien aus der Leitung zu verbannen. Bei Seifen, Duschgels und Gesichtsreinigern kann man darauf achten, Produkte ohne Duft- und Konservierungsstoffe zu verwenden. Das gilt besonders für empfindliche Haut und solche, die Alterserscheinungen zeigt. Sichtbar angegriffene Haut braucht nach der Reinigung spezielle rückfettende Pflege.“

Alternde Haut hat andere Bedürfnisse | S-thetic

Mit der bewährten Serie Dr. Fatemi Skincare bietet S-thetic dermatologisch entwickelte Pflegeprodukte, die auf verschiedene Hauttypen abgestimmt sind. Hyaluronsäure, die einigen unserer Cremes und Seren beigemengt ist, kann zusätzlich helfen, die Hautoberfläche feucht zu halten. Die großen Moleküle jenes Polysaccharids sind in der Lage, mehr als tausend Mal so viel Wasser zu binden, wie ihrer eigenen Menge entspricht. Und Antioxidantien wie Vitamin C unterstützen die Hautzellen dabei, freie Radikale und andere „Stressmacher“ abzubauen.

Grenzen der Hautpflege

Feuchtigkeit, die über Lotionen oder Cremes zugeführt wird, hat also ihren Effekt. Sie dringt allerdings nur in begrenztem Umfang durch die Epidermis. Einen Flüssigkeitsaustausch größeren Umfangs können die Poren nicht leisten. Immer wieder hört oder liest man daher den Ratschlag, viel Trinken über den Tag verteilt halte die Haut schön. Was ist eigentlich davon zu halten?

Grenzen der Hautpflege | S-thetic

Richtig ist: Ein volles Drittel des Wassers, das der Körper speichert, findet sich in der Haut, unserem flächenmäßig größten Organ. Leiden wir unter Wassermangel, schlägt das durch auf die Blutzirkulation. Die feinen Gefäße versorgen das Hautgewebe dann nicht mehr so gut. Von dem Sauerstoff, der für alle Stoffwechselvorgänge essenziell ist, kommt weniger an. Das kann der Haut durchaus eine fahlere Anmutung verleihen.

Flüssig schon, aber richtig

Auch bestimmte Gewohnheiten sabotieren eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung. „Alkohol zum Beispiel führt zu vermehrter Harnbildung und dehydriert den Körper“, so Dr. Fatemi. „Das kann man auch an der Haut sehen, etwa an den Unterlidern, wo das Gewebe sehr dünn ist. Der Flüssigkeitsverlust nach durchzechter Nacht lässt bei vielen die Augenhöhlenknochen durchscheinen, die berüchtigten Augenringe. Jeden Tag ausreichend zu trinken ist nicht nur für unsere äußere Erscheinung essentiell, sondern auch für die Gesundheit.“

Flüssig schon, aber richtig | S-thetic

Erwachsene sollten pro Tag mindestens 1,5 bis 2 Liter trinken, bei Hitze und schweißtreibender Betätigung deutlich mehr. Ein Übermaß an alkoholischen Getränken ist dabei ebenso wenig empfehlenswert wie der Dauergenuss von Softdrinks wie Cola. Neben Wasser pur löschen auch Tee oder leichte Saftschorlen den Durst, befriedigen die Geschmacksknospen und haben nicht zu viel Kalorien.

Kann man sich schöne Haut tatsächlich antrinken?

Allerdings lässt sich der Hautzustand kaum dadurch beeinflussen, dass man viel mehr trinkt als empfohlen. „Zugeführtes Wasser verarbeitet unser Organismus in einem komplexen Prozess“, gibt Dr. Fatemi zu bedenken. „Aus dem Darm gelangt die Flüssigkeit zunächst ins Blut. Dieses wird durch die Nieren gereinigt und dann erst ins Organsystem weitertransportiert. Überschüssige Wassermengen erreichen nur in verschwindend geringem Ausmaß die Haut.“

Kann man sich schöne Haut tatsächlich antrinken?| S-thetic

Mit den Jahren weist das Gewebe ohnehin immer weniger Hyaluronsäure auf, die Wasser bindet. Hyaluronhaltige Cremes können das Hautbild leicht verbessern. Nachhaltig gegensteuern kann die ästhetische Medizin aber nur punktuell, zum Beispiel mit Hyaluron-Injektionen in Regionen des Gesichts, die besonders starke Alterungszeichen aufweisen.

Der übergroße Anteil des Wasserüberschusses landet in der Harnblase und wird über den Urin ausgeschieden. Ein Anzeichen ist die Farbe des Blaseninhalts. Dunkelgelber Urin zeigt Flüssigkeitsmangel an. Ist er hellgelb oder weitgehend farblos, haben wir vorher genug getrunken. Für das Wohlbefinden ist das gut. Sich gezielt eine Haut „schön zu trinken“, die bereits ausreichend versorgt ist, bleibt aber ein ziemlich hoffnungsloses Unterfangen.

Venus Glow™ und verwandte Verfahren

In anderer Form kann Wasser aber sehr wohl eine wichtige Rolle für die Hautverschönerung spielen. Für moderne, technologisch ausgereifte Verfahren der Hautreinigung etwa spielt das kühle Element eine wesentliche Rolle. Solche Anwendungen sind viel effektiver als das simple Benetzen der Hautoberfläche, das eventuell durch Waschlappen oder Schwamm unterstützt wird. Sie vermeiden zudem ungewollte Nebenwirkungen.

Venus Glow™ und verwandte Verfahren | S-thetic

Bei S-thetic wenden wir für die regelmäßige Hautverschönerung zum Beispiel das Verfahren Venus Glow™ an. Es nutzt einen ultrafeinen rotierenden Wasserstrahl. Mit 50 bis 70 Mikrometern ist er dünner als der Durchmesser der Hautporen. Er kann Rückstände und Verunreinigungen wie Hautschuppen und Talgreste, aber auch Überbleibsel unvollkommener Hautreinigung restlos herausspülen. Ein Vakuumsauger befördert die Schmutzpartikelchen in einen Auffangbehälter. Gleichzeitig bekommt die Haut nährende und pflegende Substanzen wie Vitamin C oder Hyaluronsäure zugeführt. Das verleiht ihr einen jugendlichen, vitalen Glanz, den ersehnten „Glow“.

Ähnlich funktioniert HydraFacial™. Hier trägt ein patentierter rotierender Aufsatz die Verunreinigungen ab, bevor sie abgesaugt werden. Bei beiden Verfahren bietet sich eine Wiederholung alle paar Wochen an. Irritierte, gestresste und von Alterungszeichen geplagte Haut wird so erfahrungsgemäß sichtbar aufgefrischt. Sonnenschäden wie Pigmentflecken, Verhornungen, Pickelchen und andere Unregelmäßigkeiten gehen zurück – alles ganz schonend und natürlich.

Venus Glow™ und verwandte Verfahren | S-thetic

Wir beraten Sie gern zum Thema Hautverschönerung

Sie wünschen sich eine ganz individuelle Analyse Ihres Hautzustands mit Vorschlägen für die individuelle Hautbildverbesserung? Dr. med. Afschin Fatemi und die übrigen erfahrenen Ärzte von S-thetic empfangen Sie gern. Ihren persönlichen Termin können Sie jederzeit telefonisch oder über unser Kontaktformular ausmachen.

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