Wie ärztliche Kunst beim Abnehmen hilft

27. Juni 2022

Spezial-Diäten, Slimfast-Pulver, Weight Watchers & Co.: Viele Menschen, die mit Übergewicht kämpfen, haben schon fast alles versucht. Das größte Problem ist, Abnehm-Erfolge auf Dauer zu bewahren. Immer mehr stellt sich heraus, warum das so ist: Essgewohnheiten werden in der Kindheit regelrecht „programmiert“. Um hieran etwas zu ändern, brauchen die meisten Abnehmwilligen mehr als Diätpläne und Ernährungsratschläge. Moderne Abnehm-Mediziner nehmen deshalb den Magen als Organ in den Fokus. Die Gewichtsexpertinnen und -experten von S-thetic Weight laden Sie ein zu einer kleinen Entdeckungs-Tour.

Immer mehr Menschen sind mit ihrem Gewicht nicht zufrieden

Laut neueren Daten des Robert-Koch-Instituts sind mehr als die Hälfte aller Deutschen übergewichtig. Etwa jeder Vierte leidet sogar unter Adipositas, also behandlungsbedürftigem Übergewicht. Anerkannte Maßzahl dafür ist der Body-Mass-Index (BMI), der Quotient zwischen Körpergewicht und Körpergröße zum Quadrat. Ein BMI zwischen 18,5 und 25 zeigt Normalgewicht an, bei einem Wert zwischen 25 und 30 liegt Übergewicht vor. Über 30 besteht medizinisch gesehen Adipositas.

Bei unseren Ernährungsgewohnheiten ist es kein Wunder, dass wir immer mehr wiegen. Die Lebensmittelkonzerne überschwemmen die westlichen Industrieländer mit Fertiggerichten, Snacks und Süßgetränken. Die sind zu energiereich, enthalten ungesunde Fette und zu wenig Ballaststoffe. Hinzu kommen veränderte Arbeitsgewohnheiten. Wer den Tag größtenteils im Sitzen verbringt, verbrennt weniger Energie. Wird zum Ausgleich nicht regelmäßig Schweiß vergossen, bleiben die Kilos an den Rippen hängen.

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In der Kindheit werden die Weichen gestellt

Ungesunde Ernährung wird meist schon im Kindesalter „erlernt“. Das belegen Erkenntnisse der Ernährungswissenschaft. Wurde schon in Kita- und Grundschultagen mehrmals wöchentlich Fast Food konsumiert? Kamen häufig Fertigsuppen und Aufback-Pizzas auf den Tisch? Bestanden Zwischenmahlzeiten aus Chips und Riegeln, gab es zum Durstlöschen meistens Fanta? Wenn das bei einem selbst so war, fällt das Umsatteln schwer. Eine Ernährungsberatung kann für die Umstellung nützlich sein. Doch das allein hilft vielen Menschen nicht beim nachhaltigen Abnehmen.

Wer braucht Adipositas-Chirurgie?

Adipositas wurde im Jahr 2000 von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Krankheit anerkannt. Im internationalen Diagnosekatalog ICD-10 besitzt sie ein eignes Kürzel: E66. Heute ist klar, dass Adipositas eine Erkrankung mit vielen Facetten ist. Bei ihrer Entstehung spielen Veranlagung, Psyche und Lebensumstände eine Rolle. Bekannt sind rund 60 Begleiterkrankungen, unter denen Herz-Kreislauf-Leiden und Diabetes die häufigsten sind. Aber auch Schäden des Bewegungsapparats und verschiedene Krebsarten gehören dazu.

Laut Berechnungen der Organisation für gesellschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verursachen Patientinnen und Patienten mit starkem Übergewicht dem Gesundheitssystem etwa 25 % mehr Kosten. Trotzdem ist Deutschland in Sachen Abnehm-Medizin weit hinter anderen Ländern zurück. Hierzulande beschränken sich ärztliche Interventionen allzu oft auf Mahnungen, weniger zu essen und Sport zu treiben. Aufgrund ihrer Lebenssituation sind viele Patientinnen und Patienten damit überfordert. Weitergehende Maßnahmen leiten Hausärztinnen und -ärzte oft erst ab einem Körpergewicht von 200 Kilo ein. Dann liegt bereits eine sogenannte morbide Adipositas vor, die Lebenserwartung ist deutlich verringert. Eine gezielte Behandlung zur Gewichtsreduktion wäre schon viel früher angezeigt.

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Medizinische Pionierleistungen

Schon Mitte des vergangenen Jahrhunderts erkannten kluge Mediziner, dass Ratschläge zur Ernährungsumstellung Grenzen haben. Sie kamen auf die Idee, die Energiezufuhr auf andere Weise zu reduzieren: durch Veränderungen an den Verdauungsorganen selbst. Solche Eingriffe werden in der Medizin als Adipositas-Chirurgie oder bariatrische Chirurgie bezeichnet (nach dem griechischen báros für „Magen“ und iatrós für „Arzt“).

Ernsthafte Versuche gab es erstmals 1954. Chirurgen waren auf die Idee gekommen, den Dünndarm operativ zu überbrücken. Sie hofften, so die Absorption energiestoffreicher Nahrung zu verringern. Ein Gewichtsverlust ließ sich auf diese Weise zwar erreichen. Die Operierten konnten unverzichtbare Nährstoffe wie Eiweiß und Elektrolyte aber nicht mehr ausreichend zuführen und entwickelten starke Mangelerscheinungen.

In den 1960er Jahren verlagerte sich die Aufmerksamkeit vom Darm auf den Magen. Dr. Edward Mason, der an der Universität Iowa (USA) tätig war, machte an Magenkrebspatienten eine folgenreiche Beobachtung. Sie verloren, stellte er fest, erheblich an Gewicht, nachdem ihnen für die Therapie große Teile des Magens entfernt worden waren. 1966 entwickelte Dr. Mason einen relativ verträglichen Magen-Bypass, ein Verfahren zur Überbrückung der Magenpassage. Nach Weiterentwicklungen wird die Methode bis heute bei schwer adipösen Personen eingesetzt. Der US-Amerikaner gilt seitdem als der Vater der modernen Adipositas-Chirurgie.

Unterbrechung des Verdauungsvorgangs

Die modernste Variante dieses Verfahrens ist der Roux-en-Y-Magenbypass. Er ist benannt nach einem der Ideengeber, dem Schweizer Chirurgen Dr. César Roux, und der Y-förmigen Magen-Darm-Passage, die sich durch den aufwendigen Eingriff ergibt. Ein Teil des Magens wird dabei abgetrennt und in eine Art Miniatur-Vormagen verwandelt. Hier muss künftig alles Verzehrte hindurch. Schon das verringert die Nahrungsaufnahme. Über eine neue Verbindung zum Dünndarm wird die Nahrung weitertransportiert. Der größere Restmagen dient nur noch zur Produktion der Verdauungssäfte. Er wird weiter unten an den Darm angeschlossen. Ein Teil der Nahrungsmittel bleibt so unverdaut. Das minimiert nochmals die Energiebilanz.

Leider sind Nebenwirkungen wie starker Durchfall nach einem Magenbypass häufig. Bei praktisch allen Spielarten der klassischen Adipositas-Chirurgie müssen die Patientinnen und Patienten lebenslang bestimmte Nährstoffe und Vitamine zusätzlich zuführen. Für Menschen mit schwerer Adipositas bleibt der Magenbypass jedoch eine wichtige Behandlungsoption.

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Magenbänder sind nicht mehr en vogue

Für schonendere Verfahren sind viele Patientinnen und Patienten aufgeschlossen. Insgesamt steigt die Zahl bariatrischer Eingriffe, trotz aller Zögerlichkeit im Gesundheitssystem. 2018 waren es in Deutschland rund 15.000 pro Jahr, inzwischen dürften es deutlich mehr sein. Für Adipositas-Chirurgie mit weniger Schnitten steht seit den 1980er Jahren das Magenband zur Verfügung. Dabei wird per Operation eine Manschette aus Metall oder Kunststoff in der oberen Magenpartie eingepasst. Wie eine Klammer verengt das Utensil den Zugang zum Magen. Das beschränkt die Menge der aufnehmbaren Nahrung. Allerdings kommt es bei Magenbändern auf lange Sicht noch häufiger zu unerwünschten Wirkungen. Ungefähr die Hälfte davon muss nach einigen Jahren wieder entfernt werden. Daher geben viele Abnehm-Medizinerinnen und -Mediziner mittlerweile anderen Verfahren den Vorzug.

Der Schlauchmagen ist am beliebtesten

Am häufigsten wird heutzutage das sogenannte Schlauchmagen-Verfahren angewendet. Es ist ein Nachfolger älterer Spielarten des Magen-Bypasses. Ärzte hatten irgendwann festgestellt, dass eine Überbrückung von Teilen des Dünndarms bei vielen Patientinnen und Patienten gar nicht notwendig war. Allein durch die Verkleinerung des Magens verloren diese ausreichend Gewicht. Das funktionierte auch bei Personen mit Adipositas höheren Grades. Der technisch einfachere Schlauchmagen mauserte sich zu einem der wirkungsvollsten Verfahren der bariatrischen Chirurgie:

  • Ein Teil des Magens wird unwiederbringlich entfernt, der Rest zu dem namensgebenden Schlauch geformt.
  • Der Schlauchmagen hat nur noch einen Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern, das ursprüngliche Magenvolumen schrumpft auf einen Bruchteil.
  • Anders als beim Magenbypass bleibt der übliche Verdauungsweg erhalten. Medikamente, die viele Adipöse regelmäßig einnehmen, können normal verstoffwechselt werden.
  • Die Operation erfolgte früher über offene Schnitte. Ungefähr seit der Jahrtausendwende kann sie deutlich verträglicher per Laparoskop durchgeführt werden, also per „Schlüsselloch-Chirurgie“.

Das erwünschte Resultat des Schlauchmagens: Die behandelte Person kann nicht mehr so viel zu sich nehmen und ist viel früher satt. Sie kann in den ersten beiden Jahren bis zu 80 % ihres Übergewichts verlieren. Begleitend sollte allerdings eine Ernährungsumstellung erfolgen. Die Patientin oder der Patient muss sich auch ausreichend bewegen. Nur so lässt sich das erreichte Ergebnis über die Jahre halten.

Ein Allheilmittel ist der Schlauchmagen nicht: Ungefähr 20 % der Behandelten nehmen trotz OP weiter zu.

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Verfahren ganz ohne tiefe Schnitte: das POSE®-2-Endosleeve

Für die Schlauchmagen-OP hat die bariatrische Chirurgie vor einiger Zeit eine noch schonendere Variante entwickelt. Bei S-thetic Weight, wo wir ausschließlich Verfahren ohne chirurgische Schnitte anbieten, setzen wir dieses sogenannte POSE®-2-Endosleeve ein.

  • Bei POSE® 2 erreicht die Ärztin oder der Arzt den Magen mit einem Gastroskop. Es wird über Mund und Speiseröhre vollkommen unblutig eingeführt. Ein Zugang über die Bauchdecke entfällt, äußerlich sichtbare Narben gibt es keine.
  • Anders als beim herkömmlichen Schlauchmagen werden keine Magenanteile dauerhaft weggeschnitten.
  • Vielmehr faltet die Ärztin oder der Arzt die Magenwände in Längs- und Querrichtung mit Hilfe eines besonderen Behandlungsaufsatzes.
  • Anschließend fixiert sie oder er die erreichte Schlauchmagen-Form mit winzigen Metallankern.

So ergibt sich eine Verringerung des Magenvolums um etwa 60 %. Das ist weniger als bei einem herkömmlichen Schlauchmagen, aber genug, um merklich abzunehmen: Mit dem POSE®-2-Endosleeve behandelte Personen können ihr Übergewicht innerhalb eines halben Jahres durchschnittlich um die Hälfte reduzieren.

Für diese Art Schlauchmagen genügt eine Klinikübernachtung

Für POSE® 2 müssen Patientinnen und Patienten auch nur eine Nacht in der Klinik bleiben, beim chirurgischen Schlauchmagen hingegen rund eine Woche. Die Heilzeit ist deutlich verkürzt, weil die Fixierungs-Anker in der Magenschleimhaut nur Mini-Wunden verursachen. Ein weiterer Vorteil von POSE® 2: Eine ergänzende Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen ist künftig nicht erforderlich. Für Personen mit Nickelallergie bietet S-thetic Weight das sehr ähnliche Overstitch™-Verfahren als Alternative an.

Das POSE®-2-Endosleeve empfehlen die Gewichtsexpertinnen und -experten von S-thetic Weight für Patientinnen und Patienten mit einem BMI zwischen 30 und 40. Diese können durch die Behandlung prinzipiell auf Normalgewicht kommen. Wenn die Waage deutlich mehr anzeigt, empfiehlt sich zum Beispiel ein Magenbypass.

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Der Magenballon, der milde Abnehm-Booster

Viele jüngere Menschen haben zu viel auf den Rippen, möchten aber keine dauerhafte Veränderung des Magens, wie er sich durch POSE® 2 ergibt. Manche sind noch nicht lange übergewichtig und brauchen zum Abnehmen nur einen Booster. Andere bekommen ihren „Pandemie-Speck“ nicht weg. Oder es handelt sich um Frauen, die von ihrem Schwangerschaftsgewicht schlecht herunterkommen.

Oft können Menschen mit solchen Gewichtsproblemen einen Magenballon als mildere Abnehmhilfe nutzen. Dieser eignet sich für Patientinnen und Patienten mit einfachem Übergewicht bis leichter Adipositas.

Der erste Magenballon kam im Jahr 1979 zum Einsatz. Mit seinem Volumen bewirkt so ein Ballon eine Vorfüllung des Magens. Die Patientin oder der Patient muss früher mit dem Essen aufhören und fühlt sich schneller satt. Eine Dauerlösung ist der Ballon allerdings nicht. Gegenwärtig eingesetzte Exemplare müssen nach spätestens einem Jahr wieder raus. Eine solche Lebensdauer weisen überhaupt erst neuere Ballongenerationen auf. Das saure Milieu des Magens beansprucht die Ballonhülle nämlich stark.

Patientinnen und Patienten müssen stärker „mithelfen“

Die noch leere Ballonhülle platziert die Ärztin oder der Arzt bei Dämmerschlaf mit Hilfe eines Gastroskops im Magen. Anschließend wird der Ballon mit 500 bis 700 Milliliter Kochsalzlösung befüllt. Nach Ablauf der Behandlungsperiode kommt der Ballon auf demselben Weg wieder heraus.

In früheren Jahren wurden Magenballons meist aufgeblasen. Heutzutage nimmt man lieber Flüssigkeit als Luft. Beschädigungen lassen sich so früher erkennen. Dafür werden der Füllung harmlose Farbstoffe beigemischt. Sie machen sich bei einem Leck im Urin bemerkbar.

Wer zum Abnehmen entschlossen ist, für den kann ein Magenballon eine gute Starthilfe sein. Er eignet sich für mäßig Übergewichtige ab einem BMI von 28. Inzwischen gibt es auch Schluckballons, mit denen alles noch einfacher ist. Kurznarkose und gastroskopische Behandlungen entfallen hier.

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Die Krankenkassen sind zögerlich

Die deutschen Krankenkassen sind in Sachen Adipositas-Chirurgie und Abnehmbehandlungen oft keine große Hilfe. Für Magenballons kommen sie nur in Ausnahmefällen auf. Voraussetzung dafür, dass die Kasse überhaupt für bariatrische Chirurgie zahlt, ist ein ausgesprochen hoher BMI. Oft müssen erhebliche Begleiterkrankungen nachgewiesen werden und Patientinnen und Patienten müssen dokumentieren, dass sie ein Jahr lang versucht haben, auf herkömmliche Weise abzunehmen.

In dieser unbefriedigenden Situation leisten Anbieter wie S-thetic Weight wertvolle Unterstützung. Unser Team von Gewichtsexpertinnen und -experten stimmt die Behandlungsvorschläge genau auf die Bedürfnisse der Abnehmwilligen ab. Das reicht von Magenballons verschiedener Nutzungsdauer bis hin zu schonenden Schlauchmagen-Behandlungen ohne chirurgische Schnitte, jeweils verbunden mit einer Ernährungsberatung. Ärztinnen und Ärzte, die auf dem Feld der Viszeralchirurgie erfahren sind, führen bei S-thetic Weight die Behandlungen durch.

Wir informieren Sie gern ausführlicher

Sie interessieren sich für medizinische Hilfe beim Abnehmen? Die Gewichtsexpertinnen und -experten von S-thetic Weight beraten Sie gern. Einen Termin dafür können Sie telefonisch oder über unser Kontaktformular ausmachen. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

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