Bodyforming

Den einen Idealkörper gibt es nicht mehr

21. Oktober 2021

Die Methoden des Bodyforming sind vielfältig wie nie

Was für Proportionen sind ideal? In früheren Jahrzehnten gab es darauf eine klare Antwort. Mal dominierte Kurvenreichtum à la Sophia Loren, mal galten die Magermodels der 90er als Vorbild. Kalifornische Beach-Schlankheit ist zwar immer noch en vogue. Doch das eine Schönheitsideal gibt es nicht mehr – beim Bodyforming ist Diversität angesagt. Und wer hinten herum rundlicher ist, kann im Zeitalter des Brazilian Butt Lift mit so einem Look durchaus punkten. S-thetic zeigt Ihnen, welche Verfahren des Bodyforming ganz individuelle Figurvorstellungen verwirklichen können.

Fettansatz kommt fast unweigerlich

Unser Blick auf die Figur geht durch eine kulturelle Brille. Während wir in der westlichen Welt ständig besorgt auf die Waage schauen, gilt es in vielen Regionen unseres Planeten als attraktiver, wohlgenährt zu sein. So verschieden der Figurgeschmack, eines bevorzugen fast alle: Ausgewogenheit der Proportionen und eine gewisse Kontrolle darüber.

Das wird mit den Jahren immer schwieriger, denn der alternde Körper setzt fast von selbst Fett an. Das liegt am Abbau der Muskulatur, der um das 30. Lebensjahr einsetzt. Ohne Training verlieren wir jedes Jahr etwa 1 % davon. In der Folge benötigt unser Organismus weniger Energie. Bleiben die kulinarischen Gewohnheiten die gleichen, entsteht ein Kalorienüberschuss, der in den Fettzellen abgelagert wird. Ein, zwei Kilo Gewichtszunahme jährlich sind da leicht drin. Wer nicht frühzeitig gegensteuert, ist von der Wunschfigur schnell weit entfernt.

 

Fettansatz kommt fast unweigerlich | S-thetic

 

Früher war Figurformung die reinste Qual

Schon beim europäischen Adel der frühen Neuzeit war ein Ränzlein die Regel. Die besseren Kreise nutzten zum Verstecken der Kilos mechanische Hilfsmittel wie Mieder, Korsett oder Schnürbrust. Die Vorrichtungen dienten zunächst den Frauen dazu, der Silhouette die gewünschte Form zu verleihen. Getragen wurden sie zumeist als Bestandteil der Unterwäsche. Mit Ösen und Schnüren brachte man das Korsett unter Zug, manchmal diente ein Gestänge als Verstärkung.

Die erstrebte Idealgestalt wechselte mit der Mode. Fettpolster wurden je nach Konstruktion unten herausgepresst oder gleichmäßig nach oben verteilt. In der Barockzeit schnürte man auch die Brust und brachte sie auf Linie mit der ebenso verschlankten Taille. Erst im 19. Jahrhundert wurde diese zur „Wespentaille“ verengt und gleichzeitig die Oberweite betont. Auch Männer gönnten sich zu dieser Zeit die erwünschte V-Form. Wurden Extrem-Mieder bereits im jugendlichen Alter getragen, veränderte das den Knochenbau. Die unteren Rippen wurden am Wachstum gehindert, der Brustkorb bildete nach oben einen Trichter. Resultat war die berüchtigte Sanduhrform. Das Einpressen der Eingeweide konnte schwere Gesundheitsschäden hervorrufen.

Revolution in der Absaugtechnik

Heutzutage bietet die ästhetische Medizin verträglichere Mittel der Figurformung. Am beliebtesten ist die Fettabsaugung (Liposuktion). Hier hat sich seit den ersten Anwendungen im 20. Jahrhundert ein erstaunlicher Technologieschub ergeben. Noch kurz vor der Jahrtausendwende pflügten Operateure mit scharfen Kanülen fast ohne Vorbehandlung durchs Fettgewebe. Komplikationen waren gängig. Dann führte der US-amerikanische Dermatologe Jeffrey Klein das Tumeszenzverfahren ein. Seitdem werden vor dem Absaugvorgang mehrere Liter einer besonderen Flüssigkeit in den Behandlungsbereich eingeleitet. Das lockert den Gewebeverband auf. Die in der sogenannten Tumeszenzlösung enthaltenen Medikamente minimieren außerdem Blutungen und sorgen für eine wirksame örtliche Betäubung. Mit diesem hochentwickelten Verfahren kann die Liposuktion ambulant stattfinden.

Abgesaugt wird heute mit superdünnen Kanülen, die nur millimeterfeine Einstiche nötig machen. Eine zusätzliche Vibration und die Unterstützung einer Laserfaser können den Vorgang noch verträglicher machen. Der Laser schrumpft und strafft zudem die Haut. Der Hautmantel schmiegt sich so wieder besser an die vom Fett befreiten Gewebeschichten an. Hängende Haut, wie man sie von allzu rasch durchgezogenen Diäten kennt, lässt sich so vermeiden.

 

Revolution in der Absaugtechnik | S-thetic

 

Neuartige Laser schmelzen Bauchspeck durch die Haut

Speziell konfigurierte Diodenlaser sind heutzutage sogar in der Lage, kleinere Fettpölsterchen ganz ohne OP „abzuschmelzen“. Bei dem Verfahren Sculpsure® des Medizingeräteherstellers Cynosure schnallt der Arzt für eine halbe Stunde Laser-Applikatoren in der Verschlankungszone fest. Bei bis zu 47 °C Laser-Hitze gehen die Fettzellen unter, das Lymphsystem transportiert die Zelltrümmer ab. Eine Kühlvorrichtung beugt Hautschäden vor. Sculpsure® gilt als effektiver als die Kryolipolyse, wo ein Fettabbau durch Kältebildung angestrebt wird.

Ist das Übergewicht erheblich, lassen sich solche Verfahren nicht anwenden. Das Bodyforming setzt dann bei der Ernährung an. Zu bariatrischen OPs, etwa dem Einsetzen eines Magenbandes, oder auch zu einem endoskopisch platzierten Magenballon gibt es jetzt auch nichtinvasive Alternativen. Ein Ballon kann ohne OP in Kapselform geschluckt und nachträglich über den Mund befüllt werden. Das sorgt für ein vorzeitiges Sättigungsgefühl und hilft, beim Essen kürzerzutreten.

Mit abgesaugtem Fett kann man gut „modellieren“

Heute geht es nicht mehr nur um Fettabbau. Die Liter an Fettzellen, die bei einer Absaugung zusammenkommen, lassen sich zur Körpermodellierung nutzen. Möglich macht das der sogenannte autologe Fett-Transfer. Autolog bedeutet, dass ausschließlich körpereigenes Fett zum Einsatz kommt. Das sichert die Verträglichkeit.

Das Verfahren, das auch als Lipofilling bekannt ist, hatte seine Anfänge in den 1990er Jahren. Das bei der Fettabsaugung gewonnene Fett wird aufbereitet und mit sehr dünnen Kanülen in die Auffüllzone gegeben. Damit möglichst viel davon erhalten bleibt, muss die Gabe mehrschichtig und ausgesprochen behutsam erfolgen.

Die Eigenfett-Methode eignet sich für fast alle Körperzonen, wo Patientinnen oder Patienten sich mehr Volumen wünschen: für die Neutralisierung tiefer Nasolabial- oder Stirnfalten, als ganz natürliche Alternative zu einer Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten oder zur Modellierung eines richtigen „Knack-Pos“.

 

Neuartige Laser schmelzen Bauchspeck durch die Haut | S-thetic

 

Schönheitsideal Bubble Butt

Der Fett-Transfer ist ein minimalinvasiver Eingriff. Je nach Zielzone und Behandlungsumfang erfolgt er unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose. Bei sachgerechtem Vorgehen wächst einige Wochen bis Monate später ein Großteil der injizierten Fettdepots ins Gewebe ein. Der dauerhafte Effekt macht die Behandlung besonders attraktiv.

Als „Brazilian Butt Lift“ erlangte die Methode besondere Beliebtheit, seit internationale Stars wie Jennifer Lopez, Kim Kardashian oder Nicki Minaj die hinteren Rundungen zum Schönheitsideal machten. Allein in den USA werden so Jahr für Jahr hunderttausende Gesäße aufgepolstert.

Auf dem Hintern verbringen wir liegend oder sitzend viele Stunden. Den Belastungen, die dadurch entstehen, waren künstliche „Gesäßkissen“, wie sie anfangs häufiger Verwendung fanden, oftmals nicht gewachsen. Komplikationen waren nicht selten. Den Po-Implantaten hat die Eigenfett-Gabe daher fast völlig den Rang abgelaufen.

Am Muskeltonus wurde schon in der Antike gearbeitet

Muskeln machen Männer attraktiv. Sichtbar definierte Körperstrukturen sind und bleiben ein Ziel des Bodyforming. Die Methoden dafür haben sich seit den Zeiten griechischer und römischer Athleten nicht allzu sehr verändert, scheint es. Lange und kurze Hanteln, Rundkugeln, die modernen Kettlebells ähneln, und natürlich Training mit dem eigenen Körpergewicht waren bereits in der Antike Usus. Und die Maschinerie der modernen Studios folgt auch nur den alten Prinzipien von Druck, Zug und Wiederholung.

Der Muskelkult erfasste lange nur ein Geschlecht. Neu ist, dass immer mehr Frauen den sichtbar durchtrainierten Körper erstrebenswert finden. Der Erfolg zahlloser Influencerinnen, denen man auf Instagram beim Muskelzüchten zusehen kann, legt davon Zeugnis ab.

 

Am Muskeltonus wurde schon in der Antike gearbeitet | S-thetic

 

Muskel-Booster gibt es auch in harmlos

Abkürzungen zum Trainingserfolg gibt es viele. Vordergründig zählen auch Substanzen wie anabole Steroide und Wachstumshormone dazu. Langfristig handelt man sich damit Gesundheitsschäden ein. Die populären EMS-Anzüge in Fitnessstudios sind dagegen ungefährlich. Leichter Reizstrom, der beim Training die Muskulatur streift, soll Wachstumsvorgänge fördern. Resultate? Zweifelhaft.

Viele Menschen sind erstaunt, wenn sie hören, dass Muskelaufbau mittlerweile ganz ohne Training möglich ist. Emsculpt®, ein neueres Verfahren des US-amerikanischen Technologie-Unternehmens BTL, setzt auf fokussierte elektromagnetische Wellen. Am Körper festgeschnallte Applikatoren hüllen den gesamten Zielmuskel in ein potentes elektromagnetisches Feld ein. Sie stimulieren so die Motoneuronen, die Nervenzellen, die die Muskelfasern steuern. Innerhalb einer halben Stunde kommt es so zu tausenden supramaximalen Kontraktionen.

20.000 Sit-ups in einer halben Stunde

Die Muskeln am Bauch werden durch Emsculpt® so gefordert, als ob die behandelte Person 20.000 Sit-ups vollführen würde. Am Gesäß, an den Waden oder den Armen ist die Beanspruchung entsprechend. Übungen müssen während der halbstündigen Behandlung nicht vollführt werden. Eine Behandlungsreihe besteht aus mindestens vier Anwendungen innerhalb weniger Tage.

Am Bauch kommt es infolge des hohen Energiebedarfs zusätzlich zu einem Fettverbrennungs-Effekt, der den Bauchspeck sichtbar schmälern kann. Inzwischen gibt es auch Emsculpt® Neo. Hier wird die Zielzone durch Radiofrequenz zusätzlich thermisch behandelt. Fettzellen halten der Hitze nicht stand und sterben dauerhaft ab. Eine 30%ige Fettreduktion soll so möglich sein.

 

20.000 Sit-ups in einer halben Stunde | S-thetic

 

Individuelle Beratung ist das Beste

Welche Art des Bodyforming für einen selbst in Frage kommt? Das hängt vom eigenen Körperbild ab und ist daher vollkommen individuell. Mancher braucht überhaupt keine Unterstützung „von außen“. Doch wer sich mit seiner Körperkontur nicht wohlfühlt, dem können die Verfahren der ästhetischen Medizin neue Lebensqualität schenken. Einer der erfahrenen Schönheitsmediziner von S-thetic berät Sie gern dazu, was bei Ihnen persönlich möglich ist. Ihren Termin dafür können Sie jederzeit telefonisch oder über unser Kontaktformular vereinbaren.

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